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Die Approved Training Organisation (ATO) der HFB Motorfluggruppe

Wer kann fliegen?

Frauen und Männer. Alt und Jung. Die Ausbildung kann im Alter von 16 Jahren begonnen, die Lizenzprüfung mit Vollendung des 17. Lebensjahres abgelegt werden. Voraussetzung ist die fliegerärztlich bescheinigte gesundheitliche Tauglichkeit.

Wo kann man Motorfliegen lernen?

Ausgebildet wird in den Räumlichkeiten und auf den Flugzeugen der HFB Motorfluggruppe. Es gibt unterschiedliche Lizenzen: Eine national gültige zum Steuern von Luftfahrzeugen bis zu einer Höchstmasse von 750kg sowie eine internationale, die zum Fliegen von Luftfahrzeugen bis 2000 kg Höchstabfluggewicht berechtigt, beide ausbaufähig zu höherwertigen Berechtigungen. Die HFB MFG konzentriert sich auf die internationale Ausbildung nach JAR-FCL.

Was gehört zur Ausbildung?

Ohne Theorie geht nichts. Navigation, Technik, Luftrecht, Meteorologie, menschliches Leistungsvermögen und Verhalten in besonderen Fällen sind Pflichtfächer. Außerdem braucht man ein Sprechfunkzeugnis. Je nach angestrebter Lizenz sind 35 bis 45 Flugstunden, teils mit, teils ohne Fluglehrer, Minimum in der praktischen Ausbildung. Nach Erwerb der Lizenz ist in altersabhängigen Intervallen eine Untersuchung durch den Fliegerarzt und alle zwei Jahre ein Übungsflug mit einem Fluglehrer nachzuweisen, ebenso eine bestimmte Mindestanzahl Flugstunden.

Wie teuer ist Motorfliegen?

Für den Erwerb der Lizenz im Verein sollte man mindestens 5000 Euro einplanen, die Kosten können jedoch, abhängig von vielen Faktoren, variieren! Bei gewerblichen Flugschulen ist die Ausbildung teurer, dafür kann das Ausbildungsprogramm eventuell in kürzerer Zeit absolviert werden. Die HFB MFG stellt den Piloten nach bestandener Prüfung und erfolgreicher Aufnahme die Flugzeuge zu Preisen ab etwa 65 Euro pro Stunde (incl. der Betriebsstoffe) zur Verfügung.

Muss man ein eigenes Flugzeug haben?

Nein. Die Vereinsflugzeuge sind Gemeinschaftseigentum. Außerdem verchartern Flugschulen ihre Motorflugzeuge. Eine kostengünstige Alternative zum individuellen Flugzeugkauf bieten Haltergemeinschaften.

 

Erlebnis, Sport, Reisen

Ob im Vereinsflugzeug, klassischen Doppeldecker, modernen Hubschrauber oder schnellen Reiseflugzeug: Das Fliegen von Motorflugzeugen ist immer ein faszinierendes Erlebnis; erst recht, wenn Frau oder Mann das Steuer selbst in der Hand hat. Navigationswettbewerbe, Kunstflug, das Schleppen von Segelflugzeugen sind Beispiele für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Motorflugzeugen im Luftsport.
Die Motorflieger in den Vereinen benutzen hauptsächlich einmotorige, zwei- bis viersitzige Flugzeuge. Typische Maschinen, wie z. B. die viersitzige Cessna C 172 und Piper PA 28, verfügen über Kolbenmotoren von 160 bis 210PS und sind im Reiseflug bei ca. 950km Reichweite rund 200km/h schnell. Moderne, zweisitzige Schul- und Reiseflugzeuge, z. B. die Katana oder Aquila, haben eine Leistung von 80 bis 115PS und können beieiner Reichweite von ca. 800 km plus Sicherheitsreserve eine Reisegeschwindigkeit von rund 180km/h erreichen.

 

Wettbewerbssport Motorflug

Eine besondere Herausforderung stellt das Messen der Leistung im sportlichen Wettbewerb dar. Beim Navigationsflug werden an Pilot und Navigator hohe Anforderungen bei Flugvorbereitung, zeitgenauem Einhalten des Flugplans, exakter Navigation ohne  elektronische Hilfsmittel und präziser Landung gestellt. Der Präzisionsflug unterscheidet sich vom Navigationsflug dadurch, dass der Pilot allein diese und zusätzliche Aufgaben meistern muss. Der für den Betrachter spektakuläre Kunstflug verlangt die perfekte Beherrschung des Flugzeugs in allen denkbaren Fluglagen.

Im Einklang mit Umwelt und Natur

Jede Tour in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat Auswirkungen auf die Umwelt. Im eigenen Interesse achten die Motorflugpiloten beim Treibstoffverbrauch auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Moderne Flugzeuge brauchen bezüglich ihres Treibstoffverbrauchs den Vergleich mit den gängigen Autos nicht zu scheuen!
Die Belastung durch Fluggeräusche ist im Vergleich zu anderen Verkehrsgeräuschen gering. Anreize wie reduzierte Landegebühren und rechtliche Vorschriften, zum Beispiel Betriebsbeschränkungen für Flugzeuge ohne erhöhten Lärmschutz, haben für wirkungsvolle Maßnahmen zur Geräuschminderung an Motor und Propeller gesorgt. Motorflugzeuge benötigen keine großen Betriebsflächen: Im Allgemeinen genügt ein Gras- oder Asphaltstreifen von 700 Metern Länge. Viele Flugplätze werden von Vereinen in eigener Regie angelegt, gepflegt und betrieben und stehen auch dem Geschäftsreise- und gewerblichen Verkehr zur Verfügung. Personal- und Sachkosten des Flugplatzbetreibers
werden durch eine Landegebühr zumindest teilweise abgedeckt.

Ist Motorfliegen gefährlich?
Technik und Material der Motorflugzeuge, ständig überwacht bei gesetzlich vorgeschriebenen jährlichen Nachprüfungen und weiteren Flugzeit abhängigen Kontrollen, bieten ein hohes Maß an Sicherheit.
Die sorgfältige Ausbildung der Piloten führt zu einem guten Sicherheitsstandard. Der DAeC bietet Lehrgänge und Flugsicherheitsseminare zur Weiterbildung an. Mit Disziplin und Respekt vor den Anforderungen der Fliegerei sind die Voraussetzungen für unfallfreies Fliegen gegeben.

 

Was bieten wir, was erwarten wir?
Wir bieten Ihnen als zukünftigen Flugschülern und Vereinsmitgliedern:
- Eine kompetente Ausbildung mit hoch motivierten und engagierten
   Fluglehrern mit langjähriger Erfahrung
- Alle unsere Fluglehrer sind „Überzeugungstäter“; der Fluglehrerdienst
   erfolgt ehrenamtlich
- Eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten innerhalb des Vereins

Wir erwarten:
- Persönliches Engagement der Flugschüler und Beteiligung an der
   Organisation der Ausbildung als auch aktive Beteiligung im Verein. Ein
   Verein sowie eine Vereinsflugschule leben von aktiver Mitarbeit der
   Mitglieder!
- Wir bieten kein „Rundum-Sorglos-Paket“; Flugschüler die dies erwarten
   sollten ihre Ausbildung besser bei einer kommerziellen Flugschule
   absolvieren.
- Ausbildung im Verein ist Teamwork; Einzelkämpfer können und wollen wir
   nicht fördern.